Die Promille-Grenzen im Straßenverkehr

0,3 Promille-Grenze

Bei Kraftfahrzeugführern kann bereits eine Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,3 Promille problematisch sein, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen – wie das Fahren von Schlangenlinien – vorliegen. Der Fachmann spricht dann von relativer Fahrunsicherheit im Straßenverkehr. Somit ist bereits der Straftatbestand des § 316 StGB erfüllt.

0,5 Promille-Grenze

Auch ohne jede nachgewiesene Fahrunsicherheit begeht ein Kraftfahrzeugführer ab einer BAK von 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 24a StVG.

1,1 Promille-Grenze

Von einer absoluten Fahrunsicherheit ist nach der Rechtsprechung ab einer BAK von 1,1 Promille auszugehen und von einer Straftat nach § 316 StGB.

Kommt es zusätzlich zu einer konkreten Gefährdung anderer Personen oder fremder Sachen von bedeutendem Wert, so kann die Verwirklichung des Straftatbestandes der Verkehrsgefährdung (§ 315c StGB) erfüllt sein.

1,6 Promille-Grenze

Ab einer festgestellten BAK von 1,6 Promille ist für die Wiedererlangung des Führerscheines eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) notwendig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Führerscheinstelle auch schon bei geringeren Promillegrenzen die MPU anordnen.